Fahr Rad!
Projekttage für Umwelt und Bewegung
Hintergrund
Nach der letzten bundesweiten Untersuchung des
Mobilitätsverhaltens in Deutschland ist immerhin die Hälfte
aller Autofahrten kürzer als sechs Kilometer, fünf Prozent
enden sogar schon nach einem Kilometer. In Deutschland
legen heute bis zu achtzig Prozent der Kinder rund achtzig
Prozent ihrer Wege im elterlichen Auto zurck ("Mama-Taxi"). Dies ist ein nicht unwesentlicher Beitrag zum
akuten Bewegungsmangel, unter welchem viele Kinder
heute leiden. Außerdem bedeutet das eine zusätzliche,
Umwelt schädigende Verkehrsbelastung. Diese beiden
Fakten stehen im strikten Gegensatz zu einer nachhaltigen
Lebensweise.
Zu Fuß gehen und Fahrrad fahren dagegen sind die
umweltfreundlichsten Fortbewegungsarten. Dabei
entstehen keine Schadstoffe, keine Treibhausgase, kein
Lärm. Um diese wünschenswerte Entwicklung zu fördern,
bedarf es der Bildung des Bewusstseins für nachhaltige
Mobilität.

Ein ganzheitliches Umweltbewusstsein im Sinne einer
nachhaltigen Entwicklung mittels praktischer Angebote -
hier im Bereich nachhaltiger Mobilität - wird Kindern und
Jugendlichen oft nur unzureichend vermittelt. Dieser
Ansicht ist auch die Thringer Landesanstalt für Umwelt,
welche erst kürzlich forderte, dass das Thema Klimawandel
stärker im Unterricht behandelt werden soll.
Zum Thema Radfahren sind es manchmal die Schulen
selbst, die, zum Teil aus versicherungstechnischen
Gründen, die Nutzung des Fahrrades auf dem Schulweg
nicht wünschen. Dabei sollten doch gerade sie sich "als
Vermittler von Kompetenzen zu einer sinnvollen
Verkehrsmittelwahl" verstehen.
Das sind die Ausgangspunkte des Projektes: "Fahr-Rad - Projekttage für Umwelt & Bewegung".



